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ZIA will Emissionshandel für Immosektor

Sektor-spezifisches Emissionshandelssystem für Deutschland

Autor: Stefan Posch

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der deutschen Immobilienwirtschaft, hat am Mittwoch ein Gutachten vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität zu Köln (EWI) und dem Finanzwissenschaftlichen Forschungsinstitut an der Universität zu Köln (FiFo) zur Umsetzung einer CO2-Bepreisung im Gebäudesektor vorgelegt.

"Der ZIA zieht aus dem Gutachten die Schlussfolgerung, für ein Sektor-spezifisches, nationales Emissionshandelssystem mit Mindest- und Höchstpreis für den Immobiliensektor zu plädieren. Damit könnten ein planbarer und glaubwürdiger Preispfad etabliert und für den Gebäudesektor nachteilige Wechselwirkungen zwischen den Sektoren vermieden werden. Die Sektor-Trennung ist erforderlich, damit nicht SUVs mit Wohnungen um Zertifikate konkurrieren", sagte ZIA-Präsident Andreas Mattner. Er betonte, dass ein solches Instrument einer langfristig anzustrebenden Lösung auf europäischer und globaler Ebene nicht entgegenstehen dürfe.

"Wir präsentieren mit diesem Gutachten erstmals einen Blick auf die speziellen Faktoren der Immobilienbranche im Rahmen der Diskussion über eine CO2-Bepreisung. Rund 15 Prozent der deutschen Treibhausgasemissionen entstehen im Gebäudesektor, primär durch die Verbrennung von Heizöl und Erdgas für Heizungen und warmes Wasser. Daher ist es so wichtig, dass wir unseren Standpunkt klar machen. Die Immobilienbranche hat in der Vergangenheit bereits viel für die Reduzierung von CO2 geleistet. Das wollen wir fortsetzen", so Mattner.

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