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Zinshäuser: Bausubstanz zerbröselt

Spiegelfeld erwartet Probleme in 20, 30 Jahren

Autor: Linda Kappel

Viele Wiener Zinshäuser wurden in den vergangen Jahren von Grund auf saniert, die Wohnungen parifiziert und verkauft. Gerade in den Wiener Zinshäusern gibt es nun viele Miteigentümer. Georg Spiegelfeld (im Bild links), Präsident Immobilienring IR, befürchtet, dass sich in 20 oder 30 Jahren massive Probleme daraus ergeben könnten: „Häuser, die heute super saniert und schön sind, könnten bei der nächsten notwendigen Investition ein Problemfall werden. Wohnungskäufer sind Miteigentümer am gesamten Objekt. Bei einer Kreditaufnahme muss die Mehrheit der Eigentümergesellschaft zustimmen – und das kann schwierig werden“. Hier brauche es dringend Lösungen um einen Wertverfall zu vermeiden.

In Salzburg sehe die Situation laut Andreas G. Gressenbauer, IR-Vizepräsident, aber anders aus. „Die Gebäude sind in erster Linie aus dem 17. und 18. Jahrhundert und haben eine andere Eigentümerstruktur. Es gibt oft nur eine kleine Anzahl an Miteigentümern, welche die Wohnungen zudem meist selber nützen.“ Solche, die als Mietwohnungen genutzt werden, würden des Öfteren leer stehen, da die Eigentümer mit den vorgegeben Nutzungsbedingungen (Widmungen, Garagen, etc...) nicht einverstanden seien.