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Zinshäuser boomen in Deutschland

Umsatzvolumen erreichen historischen Spitzenwert

Autor: Gerhard Rodler

Was jetzt mittlerweile zwei Jahrzehnte in Wien ein absoluter Megatrend war, kommt nun auch nach Deutschland, und zwar im Grunde in alle größeren Ballungsgebiete: Der Zinshausmarkt erreicht immer größere Dimensionen.

Neben Berlin, wo immer mehr Investoren der ersten Stunde jetzt Kasse machen, sind auch andere Destinationen von diesem Trend erfasst. Beispielsweise auch Bremerhaven. Der rege Handel mit großvolumigen Objekten in den sehr guten und guten Lagen hat maßgeblich dazu beigetragen, dass im Jahr 2015 das Umsatzvolumen um 101 Prozent auf einen historisch hohen Wert von 69 Mio. Euro angestiegen ist. Auch die Zahl der Verkäufe hat sich auf 162 Immobilien (2014: 128) erhöht. Mit 427.000 Euro lag der durchschnittlich gehandelte Objektwert deutlich über dem Vorjahreswert von 270.000 Euro. „Dies ist auf die um 91 Prozent gestiegene Durchschnittsgröße der verkauften Zinshäuser von 1.074 m²zurückzuführen“, erläutert Norbert Steinborn, Leiter Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial Bremerhaven.

Im Vergleich zu anderen deutschen Großstädten ist in Bremerhaven in nahezu allen Stadtteilen ein ausreichendes Objektangebot vorhanden. Investoren suchen verstärkt Objekte in den sehr guten und guten Lagen bis zum 12-Fachen der Jahresnettokaltmiete. Die Mehrzahl der gehandelten Anlageimmobilien bewegte sich in der Preisklasse bis 400.000 Euro, heißt es dazu im aktuell erschienenen „Wohn- und Geschäftshäuser Marktreport Bremerhaven“ von Engel & Völkers Commercial. Dabei verfügt das „typische“ Objekt in Bremerhaven über sechs bis zehn Wohneinheiten mit einer Fläche von 400 bis 600 m² zu einem Kaufpreis von rund 300.000 Euro.