immoflash

Zinshausmarkt wieder voll in Fahrt

Der Wiener Zinshausmarkt kommt nach einem eher schwachen Jahresbeginn derzeit wieder deutlich in Fahrt. Dies geht aus dem Wiener Zinshaus-Marktbericht hervor, den Eugen Otto gemeinsam mit seinen Zinshaus-Experten heute Mittag präsentierte. Weitere Ergebnisse der aktuellen Herbst-Ausgabe: die Kaufpreise ziehen in einigen Bezirken weiter an, die Renditen bleiben gering. Besonders umsatzstark zeigte sich die Region 4 (5., 6. und 7. Bezirk), wo mit knapp 83 Mio. Euro rund ein Drittel des gesamten Transaktionsvolumens des 1. Halbjahres 2014 verzeichnet wurde. Auffallend sei vor allem die hohe Aktivität im 7. Bezirk, wo zahlreiche Gründerzeit-Zinshäuser bzw. Zinshausanteile, durchaus auch in Bestlagen wie der Mariahilfer Straße oder der Neubaugasse, veräußert wurden, berichtete Studienautorin Lene Kern M.A. So wie in den Vorjahren gäbe es großes Interesse für Zinshäuser innerhalb des Gürtels: knapp zwei Drittel (66 Prozent) des gesamten Transaktionsvolumens habe man in diesen innerstädtischen Bezirken verzeichnet. Stabil auf hohem Niveau seien die Preise, wobei vor allem die Mindestpreise nochmal angezogen haben: Innerhalb des Gürtels muss man aktuell für Gründerzeit-Häuser bzw. Anteile davon zumindest 1.250 Euro pro m2 investieren. Das bedeutet: mit Ausnahme der Region 1 (1. Bezirk) stiegen die Preise seit Herbst 2013 hier im Durchschnitt um rund 120 Euro pro m2 an. In Hinblick auf die Spitzenpreise sind lageabhängig Seitwärtsbewegungen aber vereinzelt auch Steigerungen zu bemerken, so Lene Kern. Preise in manchen Regionen steigend – auch geringere Renditen werden akzeptiert Die Renditen bewegen sich nach wie vor auf niedrigem aber stabilem Niveau.

Autor: Gerhard Rodler

Wer sind nun die Käufer, wer die Verkäufer am Markt? Auch dieser Frage wurde im aktuellen Zinshaus-Marktbericht wieder nachgegangen. Und es zeigt sich: weiterhin klar mit zwei Drittel dominieren Unternehmen mit immobilienspezifischem Bezug die Gruppe der Käufer, auch Versicherungen haben ihre Nachfrage zuletzt verstärkt. Bei den Verkäufen waren Privatpersonen - mit rund 55 Prozent - weiterhin stark vertreten, heißt es bei Otto Immobilien. Was die Preisspannen betrifft, so lag jede zweite Transaktion in der Bandbreite zwischen einer Mio. Euro und 2,5 Mio. Euro,.