immoflash

Zwangsversteigerungen im Keller

Immer weniger Immobilien unter dem Hammer

Autor: Gerhard Rodler

Der Rückgang der anberaumten Zwangsversteigerungen von Immobilien in Österreich im ersten Halbjahr 2014 hält ungebremst an. Im Burgenland waren beispielsweise um 42 Prozent weniger Termine im ersten Halbjahr 2014 als noch im Vergleichszeitraum 2013.

Die SmartFacts Data Services GmbH analysiert regelmäßig die anberaumten Zwangsversteigerungstermine und erzielten Meistgebote auf dem österreichischen Immobilienmarkt. Die in den letzten Jahren verstärkt festgestellte Nachfrage in Teilmärkten des Immobilienmarktes hat nachhaltig den Markt für Zwangsversteigerungen erfasst. Der Vergleichszeitraum 1. Halbjahr 2014 zum 1. Halbjahr 2013 dokumentiert insgesamt in Österreich einen Rückgang an Terminen um 12 Prozent. Das Schätzwertvolumen in Höhe von 218,5 Mio. Euro der zur Versteigerung anberaumten Liegenschaften im 1. Halbjahr 2014 war jedoch nur ca. 2 Prozent geringer als in den ersten 6 Monaten des Vorjahres.

Dies liegt u.a. auch darin begründet, dass die Bewertungen der Zwangsversteigerungsobjekte auf aktuelle und kürzlich erfolgte Kauftransaktionen referenzieren. Ein ausgeprägter Rückgang an anberaumten Zwangsversteigerungsterminen lässt sich neben dem Burgenland auch in Vorarlberg mit 34 Prozent weniger Terminen feststellen. Auf Rang 3 liegt Wien mit knapp 30 Prozent verminderten Terminen im Vergleichszeitraum 1. Halbjahr 2014 zu 1. Halbjahr 2013. Rückläufige Anberaumungen von Terminen verzeichnen auch Steiermark (20 Prozent), Niederösterreich (12 Prozent) und Oberösterreich (11 Prozent). Dem Trend entgegengesetzt haben sich in dem genannten Zeitraum die Bundesländer Kärnten, Salzburg und Tirol entwickelt. Es ist jedoch festzuhalten, dass sich vor allem im Bundesland Salzburg die Anzahl der Termine in einem sehr überschaubaren Rahmen hält, insgesamt wurden in den ersten beiden Quartalen 2014 nur 54 Versteigerungstermine fixiert.