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Zweitstärkstes Büroinvestmentjahr

Deutschland nach wie vor sehr gefragt

Autor: Gerhard Rodler

Im ersten Halbjahr 2015 erreichte der Investmentumsatz mit Büroimmobilien mit 9,28 Milliarden Euro gut 51 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig wurde damit das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten erzielt und der zehnjährige Durchschnitt um rund zwei Drittel übertroffen. Dies ergibt eine Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Besonders dynamisch verlief die Entwicklung an den Big-Six-Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 7,48 Milliarden Euro wurde das vergleichbare Vorjahresergebnis nahezu verdoppelt. Klar an der Spitze liegt Frankfurt mit fast 2,4 Milliarden. Euro (+164 Prozent), wozu insbesondere die großvolumigen Verkäufe mehrerer Hochhäuser beigetragen haben. Auf Platz zwei folgt München mit gut 1,95 Milliarden Euro (+160 Prozent), wo bereits fünf Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich registriert wurden. Aber auch Hamburg mit gut 1,23 Milliarden Euro (+59 Prozent) und Berlin mit über 1,2 Milliarden Euro (+103 Prozent) erzielten ein hervorragendes Ergebnis. Die höchste Steigerung verzeichnete Köln mit +376 Prozent (401 Millionen Euro). Ein Rückgang auf knapp 292 Millionen Euro (-58.5 Prozent) war nur in Düsseldorf zu beobachten. Aber auch an B-Standorten wurde mehr investiert, allerdings fiel der Anstieg hier spürbar geringer aus. Nur bezogen auf Einzeldeals wurden außerhalb der Big Six gut 1,55 Milliarden Euro angelegt. Hiervon entfallen etwa 1,1 Milliarden Euro auf Großstädte über 250.000 Einwohner, die für einige Käufer durchaus als Alternative zu den Top-Standorten in Frage kommen. Mittelstädte zwischen 100.000 und 250.000 Einwohner waren mit 321 Millionen Euro am Umsatz beteiligt, und selbst an kleineren Standorten mit weniger als 100.000 Einwohnern wurden noch Büroobjekte für etwa 130 Millionen Euro erworben.